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Baden-Württemberg - der Biotechnologiestandort in Europa

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Land der Life Sciences

Baden-Württemberg ist die innovativste Region Europas (Innovationsindex 2012 für die Länder bzw. Regionen der Europäischen Union des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg). 5,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wurden hier im Jahr 2011 in Forschung und Entwicklung investiert. Dies waren rund 19,5 Mrd. Euro. Die Ausgaben der Hochschulen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Jahr 2011 auf gut 2,1 Mrd. Euro (2009: 1,8 Mrd. Euro).
Im Bereich Gesundheitsindustrie ist die wirtschaftliche Entwicklung der Branche in den letzten Jahren stabil. Wie die Zahlen für das Jahr 2010 belegen, liegen für die in der Statistik erfassten 159 Biotechnologie-, 635 Medizintechnik- und 136 Pharma-Unternehmen die Beschäftigtenzahlen landesweit bei rund 85.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Erwirtschaftet wurde im Jahr 2010 ein steuerbarer Umsatz von 3,5 Mrd. Euro in der Biotechnologie, 12,3 Mrd. in der Medizintechnik und 7,35 Mrd. in der pharmazeutischen Industrie.

Kennzahlen der baden-württembergischen Life-Science-Szene

159 Biotechnologie-Unternehmen (Stand 2013)
635 Medizintechnik-Unternehmen (Stand 2013)
136 Pharma-Unternehmen (Stand 2013)
1.082 gentechnische Anlagen1 (801 S1-, 268 S2- und 13 S3-Anlagen)
85.000 Beschäftigte (Biotechnologie, Medizintechnik und Pharma, Stand 2010)
23,15 Mrd. Euro Umsatz (Biotechnologie, Medizintechnik und Pharma, Stand 2010)
5 Bioregionen
5 Biotech-Parks
(Quelle: 1 Regierungspräsidium Tübingen, Referat 57, Stand 31.12.2013)

Forschungsförderung

Politiker und Wissenschaftler in Baden-Württemberg haben die Weichen für die Life Sciences gestellt. Mit zahlreichen Projekten und Forschungsprogrammen wird die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im Bereich Life Sciences gefördert. Zusätzlich bringt die 2003 gegründete Landesinitiative BIOPRO Baden-Württemberg GmbH mit Sitz in Stuttgart Akteure aus Forschung und Wirtschaft an einen Tisch und baut Netzwerke zwischen Unternehmen und Wissenschaftlern auf.

Förderprogramme des Landes Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg fördert die Lebenswissenschaften mit folgenden Maßnahmen: allein rund 30 Mio. Euro Landesanteil für die Errichtung dreier lebenswissenschaftlicher Zentren an den Universitäten Freiburg (Zentrum für Biosystemanalyse - ZBSA), Heidelberg (Quantitative Analyse molekularer und zellulärer Biosysteme - Bioquant) und Ulm (Forschungsnetz ZytoOrganoPoese). Ein weiterer Schwerpunkt ist das Programm "Offensive Biotechnologie Baden-Württemberg", das mit 29 Mio. Euro aus Mitteln der Baden-Württemberg Stiftung finanziert wird.

Auch die Baden-Württemberg Stiftung engagiert sich für Spitzenforschung in Baden-Württemberg. Mit herausragenden Themen in der Hochtechnologie und in den Lebenswissenschaften trägt sie dazu bei, den Forschungsstandort Baden-Württemberg im internationalen Wettbewerb zu stärken.

Von der Entwicklung in der Forschung zu innovativen Produkten

In Baden-Württemberg besteht eine weit zurückreichende Tradition der Innovationsförderung. Ab den 1980er-Jahren wurden der Ausbau der wirtschaftsnahen Forschungsinfrastruktur der Hochschulen und der Aufbau eines flächendeckenden Technologietransfernetzes realisiert. Zur Beratung und Unterstützung der Landesregierung wurde ein Innovationsrat eingesetzt, der sich 2007 konstituierte und seine Tätigkeit im September 2009 mit Handlungsempfehlungen zu innovationspolitischen Themen abschloss.

Als „leistungsfähiges Förderinstrument für den Technologietransfer“ wird vom Land die Verbundforschung gefördert. Seit 2001 wurden rund 20 Mio. Euro investiert, um die Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstituten und kleineren/mittleren Unternehmen zu stärken in innovativen Bereichen wie der Produktionstechnik, Neue Materialien, der Optik, Unternehmenssoftware und der Biotechnologie. Die Verbundforschung wird mit insgesamt 18 Mio. Euro aus der von der Landesregierung beschlossenen Zukunftsoffensive IV ‚Innovation und Exzellenz’ fortgesetzt.

Mit dem Programm „Innovative Projekte“, das insgesamt rund 1,5 Millionen Euro umfasst, fördert das Land Baden-Württemberg gemeinsame Forschungsprojekte zur Intensivierung des Technologietransfers zwischen den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und mittelständischer Wirtschaft.

Ab dem Jahr 2000 wurde die Innovationspolitik Baden-Württembergs verstärkt auf die an Bedeutung gewinnenden Netzwerke und Cluster ausgerichtet. Im Februar 2005 hatte der Aufsichtsrat der Landesstiftung beschlossen, aus dem Grundkapital der Landesstiftung bis zu 168 Mio. Euro für eine Zukunftsoffensive zur Verfügung zu stellen. Mit der "Zukunftsoffensive IV Innovation und Exzellenz" soll die Clusterbildung, insbesondere im Bereich der Schlüsseltechnologien vorangetrieben werden.

Dank des explosiven Wissenszuwachses sind die Lebenswissenschaften ein wichtiger Motor für Innovationen. Um dieses Potenzial für die Wirtschaft zu erschließen, ist eine enge Verbindung von Wissenschaft, Forschung und Produktion in Clustern unabdingbar. Erfolgreiche Beispiele sind hier: Spitzencluster BioRN, Spitzencluster Microtec Südwest, Cluster Biopolymere/Biowerkstoffe, Gesundheitsregion REGiNA, Cluster BioPharMaXX und Cluster MedicalMountains.

Transferstellen an sämtlichen Universitäten und an den meisten anderen Hochschulen in Baden-Württemberg vermitteln Kontakte zur Wirtschaft. Die Steinbeis-Stiftung unterhält 357 Transferzentren zu den unterschiedlichsten Technologiebereichen, an die sich die Unternehmen wenden können.
Für kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen ist das Steinbeis-Europa-Zentrum Ansprechpartner und Kontaktstelle für europäischen Technologietransfer und grenzüberschreitende Forschungs- und Technologievorhaben.

Im Jahr 2008 haben sich zwölf wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen zur Innovationsallianz zusammengeschlossen. Die Institute der Innovationsallianz sind ein wichtiger Partner der Wirtschaft im Technologietransfer und bilden eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und der Entwicklung in Unternehmen.

Marketing- und Verwaltungsdienstleistungen sowie Patent- und Strategieberatungen sind auch Aufgaben landesweit aktiver Serviceorganisationen, wie zum Beispiel Technologie-Lizenz-Büro (TLB) in Karlsruhe und Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge (ifex). Neben den Wirtschaftsverbänden unterhalten auch die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern ein breit gefächertes Netz an Technologieberatungsstellen.

Die BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, eine hundertprozentige Landesgesellschaft, unterstützt die Forschung im Bereich des Wissenschaftsmarketings und Technologietransfers.

Quellen:
- Gemeinsames Executive Summary der beiden Projekte "Innovationskraft Baden-Württemberg: Erfassung in Teilregionen des Landes und Beitrag zum Wirtschaftswachstum (BAK Basel Economics AG)" und "Die Bedeutung von Innovationsclustern, sektoralen und regionalen Innovationssystemen zur Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Wirtschaft (Universität Hohenheim, Forschungszentrum Innovation und Dienstleistung)", Juli 2011
- Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

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